Die Klimaschutz-Roadshow 2012

Wie erreichte die Initiative Bürgerinnen und Bürger?

Im Handlungsfeld Klimaschutz müssen unterschiedliche Akteure eingebunden werden, um Akzeptanz in diesem sehr komplexen Feld zu schaffen. Folgerichtig ist die Beteiligung aller relevanten Interessensgruppen inklusive Bürgerinnen und Bürger an Klimaschutzkonzepten eine zentrale Forderung des Bundesumweltministeriums. Ziel ist es, die Umsetzungswahrscheinlichkeit zu steigern und die Akzeptanz der Konzepte zu sichern. Ca. 100 Personen und Institutionen wurden bereits bei der Erstellung des ersten Klimaschutzkonzepts erreicht. Im Masterplan-Prozess nahmen rund 150 Personen bei den Auftaktveranstaltungen teil, die dieses Mal als Roadshow konzipiert wurden.

Mobile Roadshow – warum?

Bürgerbeteiligung ist für das Klimateam ein hehres Ziel, das nicht leicht einzulösen ist. Der Landkreis Osnabrück hat etwa die Größe des Saarlandes. 34 Städte, Gemeinden und Samtgemeinden umfassen insgesamt ein Gebiet von 2.121,57 Quadratkilometern. Um vom nördlichsten zum südlichsten Punkt zu gelangen, benötigt man mit dem Auto fast eine Stunde Fahrtzeit. Neben der Größe spricht auch die Geschichte der Gebietsreform gegen ein einheitliches Zugehörigkeitsgefühl der Bevölkerung. Die Bürger verstehen sich eher als Angehörige einer Kommune als des Landkreises. Daher lag die Idee einer mobilen Roadshow nahe. Statt einer Auftaktveranstaltung wurden drei Termine in unterschiedlichen Teilen des Landkreises durchgeführt.

Insgesamt war die Resonanz bei allen drei Veranstaltungen sehr positiv und das Ziel, Interessierte über den aktuellen Stand der Klimaschutzaktivitäten des Landkreises Osnabrück und den Masterplan 100% Klimaschutz zu informieren und zu sensibilisieren, wurde erreicht. Darüber hinaus gab es ausreichend Zeit und Raum für Fragen und Diskussionen.

Ein weiteres Ziel der Veranstaltungen war es, Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Akteure in Sachen Klimaschutz zur aktiven Mitarbeit einzuladen und zu animieren. Viele zeigten sich sehr offen für das Themengebiet und trugen sich in Listen für kommende Fachworkshops zu einzelnen Modulen ein. Wermutstropfen der Veranstaltungsreihe war der große zeitliche und organisatorische Aufwand. Bedingt durch das frühe Stadium des Projektes hatte die Veranstaltungsreihe nur einen eher informativen Charakter. Klares Ziel des Klimateams war und ist es nach wie vor, eine aktive Beteiligung von Akteuren zu erreichen.

Im Bereich der Bürgerbeteiligung sind wir immer noch auf der Suche nach dem richtigen Weg. Auf den Erfahrungen der ersten „Roadshow“ bauen die weiteren Formate zur Bürgerbeteiligung wie das Beteiligungsforum, die Klimaschutzwoche und LED-Tauschtage auf. Insbesondere wurde das Projekt „Klimabotschafter“ zur zivilgesellschaftlichen Verankerung unserer Themen und Projekte entwickelt.

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